Torsten Scholz (Beatsteaks)

Foto: Jan Philip Welchering

Datum des Verhörs: 07. April 2018
Ort: Pier 2, Bremen

Bei eurem aktuellen Album ‘Yours’ habt ihr einfach mal alles ausprobiert: Verschiedene Stile, Künstler, die ihr mögt, mit an Bord geholt und mit 21 Songs habt ihr auch die Standardlänge für ein Album deutlich überschritten. Nachdem ihr nun schon eine Weile mit den neuen Songs getourt seid, wie war die Rückmeldung seitens eurer Fans??

Erstmal grundsätzlich gut. Die, die die Platte gehört haben, haben auch positives Feedback gegeben. Ich finde ja, dass bei ‘L Auf Der Stirn’ oder der Song ‘Yours’, da haben wir es vielleicht ein bisschen konsequenter in eine bestimmte Richtung durchgezogen. Aber an sich haben wir schon immer verschiedene Sachen gemacht. Deshalb sind die Leute jetzt gar nicht mehr so schockiert. „Ach, jetzt machen sie mal was mit ‘nem Rapper oder was, wo ‘ne Französin singt.“ Dafür machen wir das nun schon zu lange und haben schon immer das gemacht, worauf wir Bock hatten. (lacht) Und dann müssen sich die Leute das am Ende eh anhören. Aber ja, insgesamt gab es positive Rückmeldungen. Klar fanden ein paar Menschen die Platte auch zu lang und zu heterogen: „Und wie wäre es, mal wieder mehr wie früher zu klingen?!“ Aber ey, das gibt’s ja immer. So genau habe ich dann auch nicht hingehört. Wenn Kritik kommt, dann sind es meist Sachen, die wir auch wissen und dann sind das Songs, die jetzt schon wieder besser klingen, als noch auf dem Album. Zum Beispiel, als wir ‘Fever’ nochmal neu für die Deluxe-EP aufgenommen haben, da fanden wir auch, dass die Version da schon viel besser klingt, als noch auf der Platte. Aber es ist jeweils eine Bestandsaufnahme zu einem bestimmten Augenblick und nach drei Monaten klingt es wieder anders und dann ist das einfach so.

Nun könnte man meinen, nach über 20 Jahren im Musikgeschäft, beziehungsweise 18 Jahre bei dir, dass ihr abgebrüht seid. Ich habe mir aber euren Podcast zur Entstehung von ‚Yours‘ angehört und festgestellt, dass ihr sehr euphorisch und aufgeregt ward. War das dieses Mal besonders doll, weil es ein so spezielles Album geworden ist oder fühlt sich jedes Album wie ein Baby an und ihr seid immer aufgeregt??

Auf jeden Fall letzteres. Man muss sich halt überlegen, dass das fünf Typen sind, die jeder für sich allein…also zumindest ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass ich in irgendeiner anderen Konstellation Musik machen würde oder in einer Band wäre. Ich kann nur mit dieser Band Musik machen. Und das Gefühl haben alle fünf von uns. Das ist ein großes Glück und ein Segen, dass wir in dieser Konstellation Mucke machen, die sogar ein paar Leute gut finden. Und wenn du dann so ein Album machen kannst, bei dem auch noch all die Leute mitmachen, die bei ‘Yours’ mitgemacht haben, dann musst du dich darüber freuen. Wenn du Farin Urlaub im Studio hast, Pierre (Peter Fox), der einen Song produziert, die Krauts, die diverse Songs produziert haben – natürlich drehen wir da am Teller und freuen uns total. Das war aber auch schon immer so. Weißt du, wenn wir einen Song mit Dendemann gemacht haben oder wenn wir Turbostaat fragen, ob sie mit uns ein paar Konzerte spielen wollen, dann freuen wir uns, weil wir selbst totale Fans von deren Musik sind. Und wenn du als Band dem Ganzen so noch ein Stück näher sein kannst, als der „Normalbürger“, dann ist das ein totaler Segen und macht mich jedes Mal euphorisch. Zum Beispiel neulich, als wir bei ZDFneo waren und mit Deichkind und einem Orchester ein Lied gespielt haben, da denken wir dann schon: Ey, geil! Wer kann denn das schon?! Das ist was Besonderes.

Jeder von euch liefert Songideen für die Band. Da ich selbst noch nie in meinem Leben einen Song geschrieben habe, finde ich es faszinierend, dass bei euch jeder dieses Talent zu besitzen scheint. Wie kann ich mir das vorstellen: Sitzt ihr einfach zu Hause, zupft an der Gitarre rum und erarbeitet euch eine Melodie oder schlägt der berühmte Blitz ein und dann ist da dieser Song im Kopf?? Oder ist das bei jedem von euch ganz unterschiedlich??

Das gibt es alles bei uns. Es gibt Songs, da kommt Thomas mit einem Demo an, das war zum Beispiel bei ‘Hand In Hand’ so, das ist jetzt bei ‘Policoro’ so und zeigt mir das. Er hat dann auch schon einen Bass auf dem Klavier oder irgendwie anders dazu gespielt, den höre ich mir dann raus, dann spielen wir zusammen und dann nehmen wir das auf. Dann gibt es Songs, bei denen Arnim mit einem (singt) „Dömdömdöm Dömdömdöm“ ankommt und daraus entsteht dann ‘Summertime’, wo dann aber noch die Krauts mit drei Leuten dran rum schrauben. Und dann gibt es manchmal Ideen, an denen Arnim und Thomas oder Thomas und Peter arbeiten. Immer so Zweier-Grüppchen, aber in jeder nur denkbaren Konstellation. Wenn ich zu Hause sitze und ein bisschen rumprobiere, dann komme ich mal mit einer Idee für Drums oder den Bass, aber ich kann keine ganzen Songs für die Band schreiben. Thomas kann das, da ist dann die Gesangsmelodie dabei, es gibt einen Text. Das kann ich so nicht, aber jeder gibt etwas dazu, wenn Thomas zum Beispiel eine Idee hat und die rumschickt und jeder von zu Hause aus etwas ausprobiert. Oder wir spielen im Proberaum und Thomas meint dann: „Nee, mach das mal lieber so.“ Und dann dauert das halt fünf Stunden und dann hat man den Basslauf für ein Lied fertig. Und so gibt es echt alle möglichen Konstellationen, immer so, wie es sich eben gerade ergibt. Und wenn wir gar nicht weiter wussten, dann haben wir zum Beispiel Farin Urlaub oder Françoise Cactus gefragt, ob sie uns nicht den Text schreiben oder ergänzen könnten.

Weil du gerade über das Bassspielen sprichst, hier eine Bass-Spezial-Frage: Es gibt Bassisten, die beim Spielen die Noten beziehungsweise Tabulatoren im Kopf haben und andere, die sich gedanklich ein Schema auf dem Griffbrett bauen. Zu welcher Gruppe gehörst du denn??

Das ist ja eine Musikerfrage, die kann ich gar nicht beantworten, weil ich mich nicht für einen Musiker halte. (lacht) Also mit Noten ist Thomas bei uns tatsächlich der einzige, der die richtig lesen kann. Aber wenn jemand zu mir sagt: „Spiel doch mal ein Cis und dann ein H oder ein F.“, dann weiß ich schon auch ungefähr, wo das ist. Aber sonst sind es eher Bilder, die ich im Kopf hab. Und bei Moll wissen wir auch grob, was gemeint ist. Und sonst geht das schon eher nach Gehör: „Was hast du da gerade gemacht?? Das klang total gut!!“ So fummeln wir uns dann da rein, das ist eher aus dem Bauch heraus. Und dann muss man sich das natürlich irgendwie merken. Dann weißt du, der Song ist in C und davon hast du ein Bild und der Refrain ist dann wieder ein neues Bild und so geht das dann schon.

In meinen Augen seid ihr eine Live-Band. Wenn ich aber in Interviews immer wieder lese, wie detailliert ihr über Soundtüfteleien sprechen könnt und wie spannend ihr das findet, dann bekomme ich den Eindruck, dass ihr Studioarbeit auch sehr mögt. Und dann hat jeder von euch noch seine Spezialaufgaben. Du betreust, wenn ich mich nicht irre, den Bereich Merchandise?!

Mehr oder weniger, ja.

Ist es tatsächlich so, dass euch das Gesamtpaket eures Jobs gefällt oder gibt es Aspekte -wie Promo zum Beispiel– die ihr nicht so mögt. Denn für mich als Außenstehende sieht es so aus, als hättet ihr an allem Spaß.

Das ist aber mal schön zu hören, dass das so ankommt. Natürlich gibt es auch immer mal Sachen, die keinen Spaß machen. Obwohl, das kann man so auch nicht sagen, das ist nämlich immer tagesformabhängig. Wenn du einen schlechten Tag hattest, dann macht es eben auch keine Freude, in den Proberaum zu gehen. Ich fand auch mal ein Konzert zu spielen nicht angebracht, weil zu Hause was Schreckliches passiert ist. Es gibt ja zum Beispiel auch mal Todesfälle in der Familie und dann fragst du dich schon, warum du das jetzt machst und den Kasper auf der Bühne spielst. Aber davon mal abgesehen sehe ich es so, dass ich heilfroh sein kann und auch drei Kreuze mache, dass ich das machen darf, was ich mache. Und natürlich hat jeder von uns auch was anderes zu tun, als um diese Zeit noch ein Interview zu geben.

(Ich schlage mir beschämt die Hände vor’s Gesicht.)

Nee, das meine ich jetzt gar nicht so. Wenn Leute zu uns kommen und was wissen wollen, wie ignorant muss man denn sein, das dann blöd zu finden!? Das gehört dann auch einfach dazu. Und solange Leute kommen und mit einem reden wollen, wird es immer einen von uns fünfen geben, der sagt: „Na klar, das mache ich.“ Weil es zum einen dazu gehört und am Ende macht es auch immer Spaß. Das hatte ich nur ganz selten, dass ich dachte: „Was ist das denn jetzt für eine Scheißfrage?!“ Das passiert so gut wie nie. Das hier ist halt ein großes Ding. Ich habe jahrelang bei Siemens gearbeitet, war auf Montage. Ich weiß halt auch, wie es ist, um 5:45 Uhr aufzustehen und auf die Baustelle zu fahren. Und wenn ich mit Musik mein Geld verdienen kann, weißt du, dann heißt es halt auch mal: Schnauze halten und dann machst du das ganz einfach.

Euer Name steht für gute Live-Shows. Wenn ihr auf einem Festival spielt beispielsweise, wissen die Leute genau: Da kann ich hingehen, da werde ich eine gute Zeit haben. Ist es für euch deshalb entspannter heute aufzutreten, weil ihr euch die Sympathien eines Publikums nicht mehr erspielen müsst oder empfindet ihr das gar nicht so?? Ist es für euch vielleicht eher mit mehr Druck verbunden, weil ihr eine Erwartung zu erfüllen habt??

Zunächst mal finde ich, dass das nicht so selbstverständlich ist. Wir spielen ein Konzert und die Hallen sind voll, das ist nicht mehr so. Die Festivals verkaufen auch Tickets mit anderen Bands und wahrscheinlich mittlerweile mit anderen Bands besser, als mit uns. Wir schauen schon genau, wo wir spielen, weil wir gucken, was uns Spaß machen könnte. Das ist erstmal das eine. Und das nächste ist, dass ich mir einfach keine Waffel mache, was die Leute denken. Irgendwie finde ich den Gedanken ekelig: Was muss ich jetzt machen, damit es die Leute toll finden?? Natürlich hat man sich das erarbeitet, wenn die Zuschauer kommen, weil sie sagen, dass es bei uns immer toll war. Da schwingt auch sowas wie ein Leistungsdruck mit. Aber ich selbst oder wir fünf, sechs, sieben – je nachdem, wie viele gerade auf der Bühne stehen – wir wollen ja Spaß haben. Und wenn du selbst den Anspruch hast, dann willst du auch, dass die Erwartungshaltung erfüllt wird. Wir haben das große Glück, dass wenn wir fünf feiern, dass das dann ein paar Leute außen herum auch noch gut finden.

Mein Eindruck von euch ist aber schon, dass ihr viel ins Publikum schaut und checkt, ob die Leute Spaß haben und mitgehen.

Ja, das stimmt und das ist auch blöd ausgedrückt, wenn ich sage, dass es mir egal ist. Natürlich möchte ich, dass die Zuschauer eine gute Zeit bei uns haben, wenn sie schon 30 Euro für die Karte ausgeben. Das ist schon wichtig und wenn das nicht so wäre, dann könnten wir es auch lassen. Aber die Band gibt es ja nicht, weil wir den Leuten gefallen wollen. Egal wie groß die Halle oder der Club ist, es muss so funktionieren, dass für zwei Stunden alle Menschen im Raum das Gleiche fühlen. Das kann man schon sagen. Aber es ist nicht so, dass wir uns vorher fragen, was die Leute wohl toll finden könnten. Einen Song wie ‘I Don’t Care’, den fanden die Leute ganz am Anfang total bescheuert. Und irgendwann werden das dann Songs, die sie dann doch gut finden. Das ist bei uns schon immer so gewesen. Wenn eine neue Platte rauskommt, heißt am Anfang immer: „Also ich weiß nicht, dieses Mal habt ihr es nicht so gut gemacht.“ Und dann: „Jetzt hab ich mir das Album zehn Mal angehört, ist ja doch ganz geil.“ Und du kannst ja auch nicht immer wieder von vorne anfangen, sonst würden wir immer wieder eine ‚Smack Smash‘ machen, wo ein ‘Hand In Hand’ oder ein ‘I Don’t Care’ drauf ist. So machen das viele andere zwar, aber wir wollen das so nicht. Wir wollen für uns, dass es sich immer richtig anfühlt und Spaß macht, sonst bräuchten wir uns nicht für zwei Stunden auf die Bühne stellen. Jeder hat doch was Besseres zu tun, als sich gelangweilte Menschen auf einer Bühne anzugucken. Das gibt es ja auch und das finde ich bei manchen Bands auch ganz lustig. Wenn die sich umdrehen und meinen: „Mir egal, was ihr jetzt denkt – ich mach mein Ding.“ Bei manchen Bands finde ich das super, bei Oasis zum Beispiel. Die haben nicht wirklich was dafür getan, dass alle gut drauf sind und „Olé, olé“ schreien.

Wo wir gerade darüber sprechen, was andere Bands machen: Andere Künstler, die schon lange im Geschäft sind, vollziehen manchmal einen unangenehmen Wandel. Sie beginnen als Musker auf Augenhöhe, werden dann aber im Laufe der Jahre -besonders textlich- zum Moralapostel. Das Gefühl habe ich bei euch zum Glück gar nicht. Ihr klingt immer noch wie Leute aus unserer Mitte. Ist euch das wichtig oder denkt ihr darüber gar nicht nach??

Vor allem, wenn Texte geschrieben werden, da überlegen sich Arnim, Thomas und Peter schon oft, was sie mit dem Text ausdrücken wollen. Aber ich glaube, ganz oft ist es Geschmackssache, das hat auch ganz viel mit cool und uncool zu tun. Man kann einfach uncool sein und dann macht man halt auch Texte, die uncool sind. Oder man ist eben cool und ich finde, die drei Typen sind cool. Und dann machen die einfach, da ist es auch wieder so, dass nicht zu sehr drüber nachgedacht wird. Dass es nicht peinlich wird, dafür gibt es einfach genügend andere Bands, bei denen sich unsere Fußnägel hoch rollen, weil wir uns wundern, ob es da noch um Musik geht. Und da haben wir echt Glück, dass wir alle fünf geschmacklich auf dem gleichen Niveau sind, dass wir uns sagen können: „Nee, lass hier mal den erhobenen Zeigefinger weg.“ Dazu ist unsere Musik nicht da und wir sind keine Menschen, die anderen die Welt erklären wollen.

Ihr habt zuletzt auch wieder in Polen gespielt, ward in England, den Niederlanden oder auch Tschechien. Wie nimmt das Publikum euch denn da auf, ist das Temperament in jedem Land unterschiedlich??

Am Ende des Konzerts merkst du keinen Unterschied. Und zu uns kommen auch immer relativ viele Deutsche zu den Shows im Ausland. Am Ende sollen sich alle besoffen oder nicht-besoffen verschwitzt in den Armen liegen und sagen: „Das war geil, wir haben kurz mal die Welt draußen vergessen.“ Und das passiert eigentlich immer, egal wo wir sind. Nur dass in Berlin halt ein paar mehr Leute da sind, als in Warschau.

Kaufen die Leute im Ausland tatsächlich auch eure Platten, habt ihr da eine feste Fanbase??

Dort kauft gar keiner irgendwas von uns. Platten kauft ja sowieso keiner mehr und da schon gar nicht. In Polen finden wir dann quasi nicht statt. Das ist dann wie eine Underground-Band, die in einem 200er Laden spielt und nicht existent ist. Kann ich dir also gar nicht sagen, ob es da einen Markt für Beatsteaks-Musik gibt. Glaube ich nicht, kann man aber auch gar nicht mehr so umreißen. Denn gibt es überhaupt noch Länder, in denen Leute Geld für Musik ausgeben?! Das ist ja eh schwierig. Aber die Leute kommen zu Konzerten und geben dafür das Geld aus, von daher gibt es doch wieder einen Markt, nur anders.

Ich finde halt, dass euer Sound international ist, man kann wirklich nicht behaupten, dass ihr deutsch klingt.

Mensch, du sagst aber die ganze Zeit über ganz nette Sachen, Dankeschön. (lacht) Nee, typisch deutsch klingt es nicht, das stimmt. Das haben wir tatsächlich auch schon ein paar Mal gehört: „Als ich zum ersten Mal gehört habe, wusste ich nicht, dass ihr Deutsche seid.“ Oft denken die dann Skandinavien oder England. Dann macht man ja eine ganze Menge richtig, denn es gibt genug Bands aus Deutschland, die Rockmusik machen, die ich mir nicht anhören kann, weil es so deutsch klingt. Ich mag auch diesen ganzen Deutsch-Pop und Deutsch-Poeten-Mist nicht, damit kannst du mich jagen. Deshalb bin ich auch ganz froh, dass wir da in keiner Art und Weise dazu gehören.

Vielleicht können wir zum Abschluss noch einen kleinen Ausblick wagen. Nun seid ihr mit ‘Yours’ schon eine Weile unterwegs, die kam ja letzten Sommer raus. Nach der Platte ist vor der Platte: Gibt es schon ein paar Ideen, wie ihr das nächste Album machen wollt?? Nach ‘Yours’, was so ausgefallen war, beginnt ihr ja wieder bei Null und könnt in alle Richtungen gehen. Wollt ihr jetzt wieder mehr zurück zu den Anfängen oder weiter neue Sounds austüfteln??

Arnim sagt in Interviews immer, dass die Platte, die wir machen eine Reaktion ist auf die Platte, die wir davor gemacht haben. Also ist schon so ein bisschen umrissen, wo es hingehen kann. Nämlich genau zu dem, was du jetzt sagst. Eher ein bisschen zurück, auf jeden Fall nicht wieder so produziert, vielleicht spielen wir wieder mehr live ein. Allerdings sind wir noch nicht so weit, dass wir da ernsthaft drüber nachdenken, weil wir noch bis Ende des Jahres ganz viele Konzerte spielen. Wir haben von Anfang an gesagt, dass es nach diesem langen Album auch eine lange Tour geben wird. Und dann muss man gucken, wie wir wieder zusammen finden. Dann gucken wir, dass wir im Proberaum ein bisschen rumdudeln und dann wird sich das zeigen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht wieder sieben oder acht Produzenten werden und auch nicht 21 Songs, sondern auf alle Fälle wieder eher zurück zu einer normalen Plattenlänge, einem normalen Produktionsbudget und nicht mehr so ausufernd. Das haben wir jetzt gemacht und jetzt kann man auch mal wieder Kernkompetenz an den Tag legen. (lacht)